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Nachrichten 2010 – 2012

EU Discussionstag über die neuen Direktiven

Es wurde am 7.März in Brüssel von der Europäischen Opferschutzorganisation VSE ein Discussionstag – über die neuen Opferschutz-Direktiven, die vom Europäischen Parlament bald akzeptiert werden – organisiert. Über die Veranstaltung hat unseren Verein Frida Wheldon, die organisatorische Führungsmitarbeiterin der VSE informiert. Laut des Berichtes war der Discussionstag erfolgreich, die an dem Verhandlungsprozess teilnehmenden Parteien haben die Erwähnten mit Freude zur Kenntnis genommen und haben sich ansonsten so geäußert: Es sind in die Zukunft gerichtete, nützliche Vorschläge in Frage gekommen. Den Berich der VSE können Sie auf Englisch herunterladen, wenn Sie hier klicken.


Von der Webseite des Europäischen Justizministeriums ist ein Formular abzufüllen, das dabei hilft, die Strafverfahren ganz bis zum Abschluß der Verhandlung zu verstehen. Es kann besonders für solche Personen nutzbar sein, die in einem EU-Land zum Opfer gefallen sind, oder für solche, die sich mit Opferschutz beschäftigen (Anwalter, Juristen, Psychologen).

Das Dokumentum ist unter folgendem Link zu erreichen:

https://e-justice.europa.eu/content_rights_of_victims_of_crime_in_criminal_proceedings-171-en.do

Die Stadt Siófok hat sechsundvierzig Personen mehr als siebenmillionen Forint übergegeben. Der Präsident des Opferschutzvereins FEHÉR GYŰRŰ hat die Beistände in den von Rotschlamm belasteten Ortschaften verteilt. Der Vorsitzende des am Balaton tätigen Opferschutzbüros hat die Spenden der Unterstützer den Bedürftigen persönlich in Bargeld behändigt.

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Presse-Information Berlin, 28. Mai 2010-06-01

Berlin: 24 Jahres-Konferenz des Victim Support Europe

Gerechtigkeit für Kriminatitätsopfer

Im Auftrag des Victim Support Europe organisierte die deutsche Opferschutz-Organisation WEISSER RING de 24. Jährliche Konferenz des Victim Support Europe (VSE) am 27. und 28. Mai 2010 in der Konrad-Adenauer Stiftung in Berlin. In diesem Jahr war das Hauptthema der Konferenz „Gerechtigkeit für Opfer des Verbrechens in Europa”. Während der Plenarsitzung gewährten Vertreter der EU-Kommission, Experten der Viktimologie und Opferhelfer aus den verschiedensten Staaten Europas neue Einblicke über Ihre Arbeitsweisen und wie Opfer des Verbrechens überall in Europa unterstützt werden. In Workshops wurden zudem spezifische Themen wie Menschenhandel, Opferrechte und einzelne Projekte aus verschiedenen Ländern hervorgehoben.

Reinhard Böttcher, Bundesvorsitzender des WEISSEN RINGS, betonte, dass gerade die Zusammenarbeit für eine wirksame Opferhilfe, für mehr Respekt vor dem Opfer und seinen Belangen den Victim Support präge. Ziele, die der WEISSE RING voll unterstütze und für die er sich auf allen Ebenen einsetze.

Viviane Reding, EU-Kommissarin für Justiz, Grundrechte und Bürgerschaft, schickte ein Video-Statement, in dem sie betonte, dass die EU alles tun muss, was sie kann, um Opfern die bestmögliche Unterstützung zu sichern. Sie teilte den Teilnehmern der Konferenz ihre Pläne mit, Gerechtigkeit für Opfer von Kriminaltität und Gewalt sichern zu wollen. Einer von vier Europäern wird jedes Jahr zum Opfer eines Verbrechens. Es ist eine schreckliche Erfahrung, Diebstahl oder Missbrauch ertragen zu müssen. Es kann jedem jederzeit passieren. Wir haben keine Kontrolle darüber. Aber wir können kontrollieren, wie das Rechtssystem reagiert. Aber: Wir können sicherstellen, dass es als Opfer richtig behandelt.

Die rund 120 Teilnehmer aus ganz Europa waren sich einig über die Wichtigkeit solcher Treffen. Voneinander zu lernen, praktische Erfahrung europaweit zusammenzubringen und neue Ideen mit nach Hause zu nehmen, sind die wichtigen Seiteneffekte eines solchen Treffens.

Heute steht das Thema Opferschutz sehr hoch auf der politischen Agenda. Das bringt Vorteile mit sich, bringt aber auch neue Risiken, die der Präsident des Victim Support Europe, Jaap Smit (Niederlande) verdeutlichte. Jede politische Richtung könne Opfer Ihre Zwecke instrumentalisieren. Was wir aber benötigen seien bessere Hilfeleistungen für die Opfer und keine neue Law & Order-Diskussion. Auch stehen die einzelnen Mitglied-Organisationen des VSE vor der Aufgabe, diesen hohen Ansprüchen, die die Platzierung auf der Agenda mit sich brige, auch in ihrer täglichen Arbeit gerecht zu werden. Immer mehr neue Organisationen und

Firmen haben das Opfer Zielperson für sich entdeckt. Es sei „sexy” über Opfer von Kriminalität zu sprechen, so Smit weiter. Nach sechs Jahren Präsidentschaft legt der Niederländer die verantwortungsvolle Aufgabe nun in andere Hände. Für die Nachfolge kandidiert David McKenna. Er leitet die Opferhilfs-Organisation in Scottland. Er war bereits vier Jahre in verantwortlicher Position beim VSE und beschäftigt sich seit 25 Jahren mit der europäischen Opfer-Problematik. Für ihn wird es eine große Herausforderung sein, die bisherigen Erfolge zu konsolidieren.

Victim Support Europe (früher bekannt als European Forum for Victim Services) wurde 1990 von allen nationalen Organisationen in Europa gegründet, de mit Opfern von Kriminalität arbeiten. Victim Support Europe ist im beratenden Status beim Europarat und den Vereinten Nationen verzeichnet. Zurzeit sind 26 nationale und regionale Opferhilfs-Organisationen aus Europa Mitglied im VSE.

Der WEISSE RING hat seit 1976 mit derzeit 420 Anlaufstellen ein bundesweites Hilfsnetz für Kriminalitätsopfer aufbauen können. Mehr als 3.000 ehrenamtlich tätige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stehen den Opfern und ihren Familien mit Rat und Tat zur Seite, leisten menschlichen Beistand und persönliche Betreuung, geben Hilfestellung im Umgang mit den Behörden und helfen den Geschädigten auf vielfältige Weise bei der Bewältigung der Tatfolgen.

Mehr Informationen auf der Webseite des Victim Support Europe unter www. Victimsupporteurope.eu oder auf der Website des WEISSEN RINGS unter www. Weisser-ring.de

1. Die Gründung

Das Strafrecht und die Kriminalpolitik hat in Europa bis den 1970-er Jahren vor allem das gekennzeichnet, daß sie für die Straftäter ein menschliches, gerechtliches Strafverfahren sichern, sowie dass sie die Integration der Straftäter in die Gesellschaft fördern. Darüber hinaus haben die staatlichen und zivilen Organe auf die rechtliche Lage, die Entschädigung, finanzielle und moralische Unterstützung der Opfer nicht genügend geachtet.Diese Situation änderte sich am Ende des Jahrzehntes: die sich auf den Täter orientierte Ansicht

hat sich in mehreren Ländern geändert und in den Sozial-und Rechtswissenschaften diskutierte man immer mehr über die Opfer. Im Vereinigten Königreich und der Bundesrepublik Deutschland brachte man Gesetz für Opferschutz. Darüber kün

Darüber hat im Jahre 1985 die Generalversammlung der Vereinten Nationen eine Erklärung veröffentlicht.

Die erste Opferschutzorganisation wurde im Jahre 1976 in der Bundesrepublik Deutschland mit dem Namen WEISSER RING geschaffen, die mit erheblicher öffentlicher Unterstützung und einem landesweiten Netzwerk funktioniert. In den nächsten Jahren haben ähnliche Organisationen in 15 Ländern von Europa auf Grund des deutschen Modells ihre Tätigkeit begonnen.

In Ungarn wurde – auch den deutschen Beispiel gefolgt – am 21. Dezember 1989 der WEISSE RING Gemeinnützige Verein beim Stadtgericht unter der Nummer 16.Pk.61.094/1989 registriert

Die Urheber, die Bürger mit verschiedenen Berufen waren, haben eine Gründungserklärung über die Gründung des Vereins verfasst. Die Generalversammlung hat die Satzung des WEISSEN RINGES akzeptiert, auf Grund derer ist der Verein für die Unterstützung der Opfer von Straftaten und für Kriminalprävention gegründet worden.

Sein Name: WEISSER RING Gemeinnütziger Verein. Ziele: erstens die Unterstützung der bedürftigen Opfer von Straftaten, denen mit strafrechtlichen Handlungen Verletzungen oder Schäden verursacht wurde; andererseits Zusammenarbeit in der Kriminalprävention mit ungarischen staatlichen und zivilen Organisationen und Organisationen von anderen Nationen und internationalen Gremien, Organisationen.

Der Verein bieten – in begründeten Fällen – direkte und konkrete Unterstützung für die bedürftige Opfer (Familienmitglieder) in materieller, finanzieller, juristischer und anderer Form. Es führt theoretische, methodische und praktische Arbeit aus, um das Verbrechen zu verhindern.

Nach der Wahl des Vorstands begann es sofort mit der Organisation der Arbeit des Vereines.

Die Mitglieder des Präsidiums haben im Februar 1990 schon eine Sitzung gehalten, welche Maßnahmen im Interesse der Zurückhaltung der vor allem im Kreise der Fußball-Fans gesehene Hooliganismus an den Sportveranstaltungen zu treffen sind.

Am Konferenz war außer den Leiter der ungarischen Polizei – infolge der Einladung des Vereins – der führende Beamte des Frankfurter Polizeipräsidiums anwesend, der eingeweihter Fachmann des Thema ist. An der Veranstaltung haben auch Leiter der ungarischen Fußballverbände-NB1 teilgenommen.

An der Generalversammlung am 26. Januar 1991. haben die Teilnehmer nach dem Bericht des Vorstandes einen neuen Vorsitz gewählt, der mit einer informativen und organosatorischen Arbeit begann. Zu dieser Zeit hatte der Verein schon 103 private Personen und 8 juristische Personen als Mitglied.

Der deutsche WEISSE RING gab im Jahre 1991 erhebliche Unterstützung für den Betrieb des ungarischen WEISSEN RINGES. Es hat Telefonapparat, Faxgerät, Kopierer, Computer und elektronische Schreibmaschine gespendet. Das ungarische Zoll-und Finanzamt hat es dem Verein erlaubt, die Geräte zollfrei zu übernehmen.

Der Vorstand des WEISSEN RINGES gab zusammen mit der Ungarischen Gesellschaft für Kriminoligie ein Informationsmaterial aus,das die Opfer von Straftaten mit den Kapiteln über die Rechte und Pflichten der Opfer im Strafverfahren informiert hat. Dieses schriftliche Material war die erste konkrete Information, mit Hilfe dessen den Opfern bekanntgegeben wurde, was sie zu tun haben, wenn sie Opfer von Straftaten werden.

Nach der Gründung des WEISSEN RINGES wurden laut Erwartung der verschiedenen internationalen Empfehlungen mehrere Organisationen für Opferschutz gestaltet, ein Großteil von denen hat spezielle Opferschutztätigkeiten ausgeübt, d.h. es spezialisierte sich auf einen engen Spektrum der Verbrechen. Eine solche Organisation ist zBs. die Stiftung Esther, die gegen sexuelle Verbrechen, und die NANE, die gegen die Gewalt gegenüber Frauen und Kinder auftritt.

Die Staatsbürger haben größeren Vertrauen an die zivilen Opferschutzorganisationen, als an die Behörden, dass zeigen auch die statistischen Daten.

In der Praxis wird die zivile Kontrolle so durchgesetzt. Die zivile Organisation hilft die Opfer der Straftaten nicht nur mit Unterstützung, es ist auch informelle Kontrolle des Durchbruchs der Rechte der Opfer und spiegelt die Erfolge oder Misserfolge der opferorientierten Ansicht der in den Strafverfahren mitwirkenden Behörden wider.

Im Laufe der vergangenen Jahren ist die Zusammenarbeit mit der deutschen Opferschutzorganisation sehr wirksam gewesen.

An der Hauptversammlung des WEISSEN RINGES im Jahre 1992 war Präsident Dieter Eppenstein anwesend, der die erfolgreiche Arbeit des Vorsandes und der Mitglieder des ungarischen Verbandes gelobt hat.

Das Ministerrat vom Europarat und das „Europäische Forum für Unterstützung der Opfer” hat den 22. Februar für den Tag der Opfer von Straftaten erklärt. Von den osteuropäischen Ländern hat im Jahre 1992 Ungarn zum ersten Mal den ersten organisierten Opferschutztag im Konferezraum der Budapester Thermal Hotel veranstaltet.

Die in den westeuropäischen Ländern funktionierenden fünfzehn Organisationen für Opferschutz haben eine internationale Organisation namens „Europäische Forum zur Unterstützung der Opfer“ gegründet, und hat an ihrem Konferenz am 20. Mai 1992 in Dublin den ungarischen Opferschutzverein, WEISSEN RING als Mitglied aufgenommen.

Als Zeichen der Anerkennung der Aktivitäten der ungarischen Opferschützer wurde der Vorstand des Vereins aufgefordert, die internationale Konferenz der Opferschutzorganisationen im Frühjahr 1994 in Budapest zu organisieren.

Wegen der schweren finanziellen Lage konnte der ungarische Verband die geplante internationale Konferenz erst im Jahre 1997 organisieren.

Das ausländische Opfer benötigt- wegen den sprachlichen Problemen, der fremden Umgebung, den Orientationsschwierigkeiten im institutionellen System, und der größeren Auslieferung – mehr Pflege und unterschiedliche Dienstleistungen.

Den Dienst dieser Zielsätze verseht ab 2002 in unserem Lande in seiner operativen Bereich der WEISSE RING . Der Verein leistet, seine Möglichkeiten beachtet eine menge Dienstleistungen der in Ungarn Opfer gewordenen Ausländern.

Zum Beispiel es gibt Informationen über den ungarischen strafrechtlichen Prozess, es leistet kostenlose juristische Hilfe, es gibt den Opfern in schwerer Lage finanzielle Unterstützung für die Besorgung der gestohlenen Reisedokumente und Ausweisdokumente. Es hilft bei der Heimreise, und nach der Rückkehr überwacht es den Fortgang des Strafverfahrens. Zusätzlich der Aufgeführten tut der Verein sein Möglichstes, um die sekundäre Viktimisierung zu verhindern.

Im Opferschutz und Opferhilfe wurden in dem letzten Jahrzehnt erhebliche Fortschritte erzielt, aber gleichzeitig stehen weitere Herausforderungen und Aufgaben vor den, in diesem Bereich arbeitenden zivilen Organisationen, so auch vor dem WEISSEN RING. Diese fordern ernsthafte Anstrengungen sowohl in dem zivilen, als auch in dem staatlichen Bereich. Es ist unentbehrlich und Schlüssel zum zukünftigen Erfolg, dass der WEISSE RING über die erforderlichen finanziellen Mitteln verfügt.

Es ist noch notwendig, eine gute Zusammenarbeit und den Austausch von Informationen und Erfahrungen, eine regelmäßige gemeinsame Aus-und Weiterbildung im Opferschutzbereich aufrechtzuerhalten.

1.Allgemeine Opferschutztätigkeit des Vereins

Der WEISSE RING wurde als erster allgemeine ( d.h. sich auf Opfer von jeden Kriminalitätsarten ausdehnende) und landesweit funktionierende Opferschutzgesellschaft in Ungarn gegründet. Seine Aufgabe ist, konkrete und sofortige finanzielle, juristische, psychologische und sonstige, vielseitige Hilfe für die Opfer von Straftaten und deren Familienmitglieder, die sich an ihn wenden, besondern denjenigen, die auf finanzielle Hilfe angewiesen sind. Außerdem vertritt es ihre Interessen.

Der Verein hatte in seiner Glanzperiode 900 Mitglieder gehabt, davon waren 63 juristische Mitglieder. So waren Körperschaftsmitglieder zBs. das Innemministerium, das Ministerium für Sozial,-und Arbeitswesen, die Anwaltschaft höchster Instanz, das Staatliche Polizeipräsidium, usw. Die natürlichen Personen, die Mitglieder des Verein sind, zahlen einen bescheidenen Betrag für die Mitgliedschaft als Unterstützung der Tätigkeit. In letzter Zeit ist bei Bezahlung der Mitgliedsbeiträge ein Rückstand zu spüren. Heute ist die Zahl der natürlichen Mitglieder, die Mitgliedsbeitrag zahlen 110, bei den juristischen Personen 20. Abweichend von den früheren Zeiten, als insgesamt 11 Büros in der Unterstützung der Opfer mitgewirkt haben, ist infolge der heutigen finanziellen Ursachen – außer der budapester Büro – der Betrieb von sechs und vier Büros auf dem Lande gesichert. Diese funktionieren wegen den engen finanziellen Quellen provisorisch mit gekürzter Kapazität.

In de

Die Landliche Polizeidirektion hat mit der Ungarischen Tourismus AG eine Kooperationsvereinbarung geschlossen, um die Sicherheit und sichere Umgebung für Ausländer zu verbessern. Die Landliche Polizeidirektion fertigt jährlich einen Aktionsplan für die Aufgaben der Polizisten in der Touristensaison, auf Grund dessen die regionalen Polizen letzten 20 Jahren haben sich mehrere zehntausend Opfer an den WEISSEN RING um Hilfe gewendet, ein Teil von denen haben finanzielle Unterstützung im Werte von mehr als 100 millionen Forint bekommen. Ein Großteil der Hilfe wurde für Opfer von Mordfällen, schweren Körperverletzungen, weiterhin für solche Opfer von Raubtaten, Diebstahlen und Wohnungseinbrüchen überwiesen, denen der Straftat schweres, sogar Lebenshaltungsprobleme verursacht hat. Der Verein hat oft für Opfer von Gewalttatet innerhalb der Familie, Menschenhandel und Zwang zur Prostitution Hilfe geleistet. Der WEISSE RING hat in zahlreichen Fällen , in erster Linie im Fall von gewaltsamen Straftaten die kostenlose juristische Vertretung der Opfer angenommen.

Das budapester Büro ist an 4 Tagen der Woche von 10 bis 17 Uhr geöffnet, am Freitag ist der Kundendienst von 10 bis 13 Uhr tätig. Die Büros des Vereins in Budapest und auf dem Lande wurden vom 1. Januar 1991 bis zum 31. Dezember 2008 von 34 888 ungarischen Opfern aufgesucht. Die Mehrheit der Opfer haben die kostenlose juristische Beratung in Anspruch genommen. Der Verein hat in dem gewerteten Zeitraum 3 216 Opfer, bzw. deren Familienmitglieder geholfen, denen finanzielle Hilfe und verschiedenen materielle Unterstützung im Werte von 125 270 169 Ft geleistet wurde.

Für die Unterstützung der ausländischen Staatsbürger hat das Innenministerium vor dem Beitritt zur Europäischen Union ein Programm für Kriminalprävention und Opferhilfe eingerichtet. An der Umsetzung des Programms waren 21 staatliche und zivile Organisationen beteiligt, unter anderen das Innenministeruim, das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten, die Ungarische Tourismus AG, die Landliche Polizeidirektion, der Verbraucherschutz, das Amt für Hotelverbindung von Ungarn, der ungarische Verband für Taxis und verschiedene soziale Organisationen vor allem der WEISSE RING.

iämte einen detaillierten Ausführungsplan ausarbeiten.

Die nationalen Mitgliedsorganisationen der Europäische Organisation für Opferschutz leisten seit mehreren Jahren den Statsbürgern von anderen Ländern, wenn sie im gegebenen Lande Opfer von Straftaten geworden sind, auf Grund der Gegenseitigkeit nicht nur psychologische und rechtliche, sondern oft auch finanzielle Unterstützung in Form von Sachleistungen. Die Weiterentwicklung dieses bisherigen Praxis bedeutet der Rahmenbeschluss, da es verpflichtend vorschreibt, daß für die Opfer gewordenen Staatsbürger der Mitgliedsländer Hilfe geleitet werden muß, egal in welchem Land das Verbrechen passiert ist. Mit anderen Worten, wenn ein Staatsbürger von einem EU-Land Opfer wird, muß er dieselbe Hilfe bekommen, was der Bürger von eigenem Land bekommt.

Innerhalb der Europäischen Union sind jährlich mehr als hundert Millionen Menschen als Tourist unterwegs oder wegen der freien Wahl der Arbeitsplatz und des Wohnortes halten sie sich längere Zeit in einem anderen Land auf. Diese Zahl wird mit dem Beitritt der Kandidatenländer zweifellos wachsen. Der Ausländer als Opfer stellt eine besondere Kategorie dar, das für den Opferschutz eine menge neue Aufgabe bereitet. Das Opfer einer Straftat gerät in vielen Fällen in eine hoffnungslose Lage, wenn es in seiner gewohnten Umgebung den Trauma des Verbrechens überwinden muß. Es ist daher eine berechtigte Erwartung, dass man mit den ausländischen Opfern – im Geiste des Rahmenbeschlusses der Europäischen Union – an der Polizei mit einer besonderen Aufmerksamkeit umgeht, ebenso daß die Opferschutzorganisationen mit größerer Sorge die in Schwierigkeit geratenen ausländischen Opfern unterstützen.
Der WEISSE RING hat laut der Erwartung des Rahmenbeschlusses der Europäischen Union – in den allgemein bekannten Sprachen – mehrere tausend Exemplare von Informationsmaterialen über die Rechte der Opfer gefertigt, sowie bunte Flyer geben den ausländischen Opfer bekannt, welche Formen der Hilfe ihnen zustehen. Über die Einleitung des, die Ausländer unterstützenden modellwertigen Programms hat das Justizministerium und die Polizei in der ungarischen und ausländischen Presse mehrere Informationen bekannt gegeben. Die schriftliche Informationsmaterialen wurden den Kundendiensten die Polizei, den, sich mit der Tourismus beschäftigenden Organisationen, weiterhin den Konsulaten der budapester Botschaften zugesendet.

In Budapest und an beiden Ufern des Balatons (in Siófok und Balatonfüred) standen die Büros des WEISSEN RINGES saisonartig jeden Tag den Kunden zur Verfügung. Die Büros des Vereines wurden seit Mai 2002 von den Opfer gewordenen Ausländern in mehreren Hundert Fällen persönlich oder telefonisch aufgesucht.

Bei der Umsetzung des die ausländischen Opfer unterstützenden Programms des Verbandes haben die mehreren Fremdsprachen sprechenden Mitarbeiter des WEISSEN RINGES Staatsbürger von 25 fremden Nationen unterstützt.

Der Verein arbeitet mit mehreren anderen Organisationen zusammen, es führt im Interesse der Opfer eine Lobbytätigkeit aus und strebt sich kontinuierlich danach, den Opfern effektive Dienstleistungen zu leisten und eine angemessene Entschädigung zu fördern, während des Strafverfahrens und auch danach.

8. Der WEISSE RING, Mitglied der Europäischen Organisation für Opferschutz

Die Europäische Opferschutzorganisationen haben im Jahre 1990 das Europäische Forum für Opferschutz (European Forum for Victim Services) gegründet. Die Registrierung der Organisation ist in der Schweiz passiert, und später, im Jahr 2003 wurde ihr Sitz auf Grund der Entscheidung der Generalversammlung in ein Mitgliedstaat der Europäischen Union, in das Vereinigte Königreich verlegen.

Die Organisation ist für den Austausch der Informationen, Erfahrungen und besten Praktiken zwischen den Mitgliedsorganisationen, für die Entwicklung von effektiven Dienstleistungen für die Opfer von Straftaten verpflichtet, ihre Aufgabe ist die Sicherung der Rechte von Opfern während dem Strafverfahren und in Verfahren vor anderen Organisationen, die faiere und gerechte Kompensation, unabhängig von ihren Nationalität.

Nach der Satzung sind die Mitgliedsorganisationen solche, nicht regionale Organisationen, die über ein, im ganzen Land funktionierendes Netzwerk verfügen und für die Opfer von Straftaten Dienstleistungen leisten, bzw. solche Aktivitäten koordinieren. Derzeit gehören 21 Zivilorganisationen für Opferschutz von 19 Ländern in die Reihe ihrer Mitgliedschaft.

Ihr Ziel ist, die Rechte der Opfer und die Entwicklung der, für die Opfer geleisteten Dienstlestungen zu fördern. Die Organisation unterstützt jährlich mehr als 2 Millionen Opfer, mit der Arbeit von 3.000 Mitarbeitern und 18.000 ehrenamtlichen Arbeitern.

Der Weiße Ring ist seit 1992 Mitglied der Europäischen Organisation für Opferschutz (VSE). Es beteiligte sich aktiv an Veranstaltungen und Tätigkeit der Organisation, der Verwaltungsrat der VSE hat die internationale Referentin, Lenke Fehér in die Reihe seiner Mitglieder eingewählt.

Es ist bedauerlich, dass der WEISSE RING nach der letzten Wahl, aus finanziellen Gründen nur für eine kurze Zeit die Kosten der Teilnahme an den Sitzungen des Vorstandes finanzieren konnte, deshalb war sie gezwungen, von diesem Amt zurückzutreten. Die Mitglieder des WEISSEN RINGES hielten eine Reihe von Vorführungen an den Veranstaltungen der VSE, haben erfolgreich eine Reihe von Forschungsprojekten unterstützt.

Wegen der, fast ständiger Zunahme der Zahl der Straftaten, wird in Europa jedes Jahr einer von vier Menschen zum Opfer. Es gibt so gut wie keine Familie oder größeren Verwandten,-oder Freundeskreis, wo jemand nicht Opfer vom Verbrechen wird. Der erlittene Straftat und das anschließende Verfahren bekommen eine relativ hohe Veröffentlichung

„Die berufliche Praxis und die jüngsten Forschungen beweisen ohne Zweifel, dass die Verbrechen langfristige und negative Folgen für die Opfer und ihre Familien haben. Diese Folgen berühren nicht nur ihre physische, finanzielle und emotionale Situation, sondern sie haben einen Einfluss auf ihr Benehmen gegenüber der ganzen Gesellschaft und besonders gegenüber der strafrechtlichen Gerechtigkeit.

Die Opfer, derer Status als Opfer anerkannt und derer menschliche Würde beachtet worden ist, sind viel mehr in der Lage, einen realistischen und vernünftigen Urteil über ihre Erfahrungen bezüglich des Straftates zu schaffen, um den Kontext des Verbrechens selbst zu verstehen, und dass sie an der gemeinschaftlichen Solidarität sicher sind.

Der sekundäre Schutz gegen Viktimisierung, ist mindestens so wichtig wie ihre Verteidigung in der gegenüber sie begonnenen Straftat, besonders deswegen, weil die Sicherung ein solcher Schutz zur Zuständigkeit der Behörden gehört.” Dies ist hinsichtlich der Entwicklung der Kooperationsfähigkeit und der sozialen Solidarität ein sehr wichtiger Faktor.

Die Erklärung betont hinsichtlich der Rechte der Opfer ihre Achtung und die Anerkennung ihrer Opferstatus, ihr Recht auf Informationen, Rechtsmittel, den Schutz der Privatsphäre und der physischen Sicherheit sowie das Recht auf Entschädigung.

Zahlreiche internationale und europäische Dokumente befassen sich mit den Rechten der Opfer, mit den Fragen der Entschädigung, der restorative Justice, wie Mediation, bzw. mit den Problemen der Opfer-und Zeugenschutz. Selbst die VSE-Erklärung unterstreicht die Bedeutung der bestehenden internationalen Dokumente, die die grundlegenden Menschenrechte und die Rechte des Täters darstellen. Besondere Bedeutung beimisst es die UN-Erklärung „Die Gewaltverbrechen Entschädigung der Opfer“ über den Europäischen Konvent, „Die rechtliche Stellung der Opfer von Straf-und Verfahrensrecht Rahmen“ in Europa Rat die Berichte und Empfehlungen, sowie „Hilfe für die Opfer und die Verhütung der Viktimisierung auf“, auch durch die Empfehlung des Europarats veröffentlicht.

Außerdem anerkennt die Erklärung die Bedeutung der Arbeit der staatlichen und zivilen Organisationen bezüglich Kriminalprävention und Straftäter.

Die VSE hat mit der freiwilligen Zusammenarbeit ihrer Mitgliedsorganisationen , sowie unter Berücksichtigung von wertvollen praktischen Erfahrungen und internationalen Dokumenten – während den Jahren sehr wichtige Dokumente entwickelt, die die Grundsätze der Opfer von Straftaten zusammenfassen, die Rechte der Opfer stärken, die für die Opfer geleistete Kompensation, Entschädigung unterstützen, das entsprechende Niveau des Opferschutzes garantieren.

Die VSE hat im Jahr 1996 ihre Deklaration mit dem Titel „Die Rechte der Opfer im Rahmen der Strafrechtspflege” ausgearbeitet und vor dem Europäischen Parlament präsentiert, die allgemein veröffentlicht wurde.

Die Organisation hat an seiner, in 1997 in Budapest veranstalteten Konferenz ihre Deklaration mit dem Titel „Die sozialen Rechte der Opfer von Straftaten“ ausgearbeitet und verabschiedet, die im 1998 veröffentlicht worden ist.

Das Dokument richtet die Aufmerksamkeit der Gesellschaft unter anderem darauf, daß die Viktimisierung des Einzelnen (und dessen Familie) zahlreiche Aspekte seines Lebens beeinflussen. Jede demokratische Gesellschaft hat die Pflicht, die negativen Folgen der Straftat zu verringern, das Opfer zu unterstützen. Die Opfer haben Recht auf Schutz der Privatsphäre, der physischen und psychischen „Wohlbefinden“.

Das Dokument benennt die Grundsätze und definiert die Rechte der Opfer, unter denen die Sicherheit des Heimes vom Opfer, die Arbeit, die Achtung der Privatsphäre, das Einkommen, die Bildung, das Angebot und Sicherung der Ausgleichs-und Support-Services.

Das Ergebnis des Konferenzes im Jahre 1999 war eine neue Stellungnahmen über die Qualität der für die Opfer geleisteten Dienstleistungen.

Diese legt die Mindestanforderungen fest, die jede Organisation hinsichtlich der Dienstleistungen leisten müssen.

Das Dokument „Die Lage des Opfers im Rahmen des Mediationsverfahrens” wurde im Jahre 2003 in Lissabon, im Rahmen eines Seminars diskutiert und in Helsinki im Jahr 2004 angenommen.

Die Europäische Organisation für Opferschutz versucht mit aller Kraft auf, dass in dem Programm für die nächsten fünf Jahre (2009-2014) die Fragen der Unterstützung der Opfer ähnliche Betonung bekommen wie früher. Zu diesem Zweck wurde die Formulierung „Manifesto für Europe” dokumentiert.

Die nationalen Organisationen versehen beidseitig die Unterstützung ihrer Staatsbürger unabhängig davon, ob die Opfer gewordene Person sich als Tourist oder als andere legale Person im gegebenen Land anwesend ist. Unter diesen sind die niederländische, irische Opferschutzorganisationen sehr anerkannt, bzw. die Tätigkeit der ungarischen WEISSEN RING.

Der WEISSE RING, das Innenministerium und die, im Tourismus betroffenen 21 Organisationen üben ihre Tätigkeit im Rahmen des Programms „ Kriminalpräventions,-und Opferschutzprogramm für Ausländer” ( 2 Jahre lang gültig und für weitere zwei Jahre verlängert) , mit der Unterstützung der Stiftung für sicheres Ungarn.

Die Mitgliedsorganisationen der Europäischen Organisation für Opferschutz und andere Opferschutzorganisationen , sowie die für die Viktimologie und für die Rechte der Opfer verpflichteten Fachmänner haben den bedeutenden Akt, dass die Europäische Union am 15. März 2001 den Rahmenbeschluß über „ die Rechtslage der Opfer während dem Kriminalverfahren” akzeptiert hat, begeistert begrüßt

Laut dem Rahmenbeschluß ist der Opferschutz in den Ländern der EU in erster Linie eine staatliche Aufgabe, derer Ausführung in der Praxis – mit entsprechender staatlichen Unterstützung – die zivilen Opferschutzorganisationen helfen.

Im ersten Artikel des Rahmenbeschlusses wird nicht nur der Begriff des Opfers, sondern auch der, der zivilen Opferschutzorganisation bestimmt.

Auf Ebene der Prinzipien verfasst, steht dem Opfer ein besonderer Schutz zu.

Im Interesse der Sicherung der im Rahmenbeschluß aufgeführten Rechte müssen die EU-Mitgliedstaaten die bezügliche Regelung und den Praxis gleicherweise annähern. Die Interessen der Opfer müssen auf einer komplexen und koordinierter Weise betrachtet werden , um die sekundäre Viktimisierung zu vermeiden und diese Annäherung darf nicht nur auf das Strafrecht beschränkt werden.

Es soll aber vermieden werden, auf das Opfer eine unnötige Belastung auszuüben, deswegen sollten die Mitgliedstaaten die für die Gerichte, Polizei und Opferschutzrganisationen zur Verfügung stehenden Einrichtungen prüfen. Die Zusammenarbeit zwischen den Mitgliedstaaten sollte über das Netzwerk von Opferschutzorganisationen gestärkt werden. Es soll für die Personen, die mit dem Opfer Kontakt haben, eine angemessene Ausbildung sichern.

Die Bestimmungen des Rahmenbeschlusses sichern dem Opfer die Mindestanforderungen, wie man es behandeln muss. Dies bedeutet, dass jedes Opfer berechtigt ist für:

●Respekt,
●die Anerkennung seiner, im Strafverfahren gespielten tatsächliche Rolle;
●die Anhörung während des Verfahrens, die Bereitstellung von Beweismitteln;
●das Recht auf Information: über den Typ der zur Verfügung stehenden Hilfeleistung, darüber, wie und wo es den Straftat melden kann; über den Straftat und seine in diesem gespielten Rolle;über die Bedeutung der Verteidigung und des rechtlichen Rates; über das Recht auf Entschädigung; und wenn es möchte, über das Ergebnis der Anzeige, inbegriffen der Verurteilung des Täters und derer Freigabe;
● Kommunikationsgarantien: durch die Mitgliedstaaten müssen solche Maßnahmen treffen, die zur Minimierung der Kommunikationsprobleme im Strafverfahren führen;
● kostenlose Rechtsberatung und wo es erforderlich ist, Rechtsbeistand;
●Kostenerstattung für seine Mitwirkung im Strafverfahren;
●angemessenen Schutz, einschließlich des Schutzes der Privatsphäre;
●um auf die Frage der Entschädigung im Strafverfahren zu entscheiden;
●Mediation im Strafverfahren, wenn es möglich ist;
●verschiedene Maßnahmen, um den Verlust zu minimieren, dass das Opfer Staatsbürger eines anderen Mitgliedstaats ist, vor allem während des

Am 22. Februar 2010, anläßlich des Tages der Opfer erhalten im Ministeriums für Justiz vier Gründungsmitglieder des WEISSEN RINGES für ihre opfervolle Arbeit in den letzten zwanzig Jahren Anerkennung:
dr.Baranyó György, dr.Barta Erika dr.Fehér Lenke, László Lajos

Konferenz und Generalversammlung in Berlin

Das jährliche Konferenz und die Generalversammlung des Europäischen Opferschutzvereins (VSE) hat dieses Jahr in Berlin vom 27 bis zum 28. Mai 2010 stattgefunden.

Der FEHÉR GYŰRŰ Opferschutzverein wurde vom Präsident László Fügedi und vom Opferschutzreferent Péter Liszka (internationale Angelegenheiten) vertreten.

Unser Verein hat infolge der Aufsuchung des Opferschutzveins in Holland die Vertretung des Familienangehörigens des am 10.Mai 2010 in Ungarn ermordeten holländischen Staatsbürgers, Klaas Dok am Gericht vom Komitat Pest übernommen.

Besprechung der Präsidenten in Brüssel:

Vom 15 bis zum 16. November 2010 wird in Brüssel die Versammlung der Präsidenten der VSE in Brüssel veranstaltet, wo sich der neue Präsident und auch die Angestellten vorstellen.

Der FEHÉR GYŰRŰ Opferschutzverein wird vom Präsident László Fügedi und vom Opferschutzreferent Péter Liszka (internationale Angelegenheiten) vertreten.